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23.09.14 00:00 Uhr Highlights - Promotion

Ferdinand Dreyssig & Marvin Hey

Coeur De La Nuit

Zusammen ist man weniger allein, dieses Credo zählt bei den beiden Berlinern Ferdinand Dreyssig und Marvin Hey nur bedingt. Zusammen sind beide ein Siegel geprüfter Clubqualität.

Was die Musikenthusiasten im gar nicht so stillen Kämmerlein entwickeln, wird mittlerweile international vom Partyvolk goutiert.

Ferdinand Dreyssig ist ein mit allen Regeln der Kunst einer klassischen Musiker- und Instrumentenausbildung beschlagener Musikenthusiast. Bigband-Jazz, Klassik, Blues und Soul – der Junge spielt alles und würde auch eine Orgel in den Club schleppen, wenn man ihn denn ließe. Eine beachtliche Liste an Veröffentlichungen ziert das Revers des nimmermüden Talents. Sein Partner in crime, Marvin Hey, mit der Erfahrung vieler Jahre im HipHop und dem Scratchfinger eines Modellathleten weiß, was der lange Weg durch die Nächte und dem Einfangen der Massen für unvergessliche Partys bedeutet. Marvin kennt Berlin mit seinen Verlockungen und hat dennoch immer weiter an seinem Stil und Sound gearbeitet.

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Zusammen haben die Beiden bei ihrem Marsch durch Berliner Klubinstitutionen schon einiges an bunten Nächten zurückgelegt. Im Sysiphos, Kalter Holzig und auf diversen deutschen sowie europäischen Festivals zählen sie mittlerweile zu den must-haves im line-up. Mit ihrem neuen Release Coeur De La Nuit wird die große Tasche voller Hittauglichkeit gepackt, um klar zu machen, dass die Herzen der Nacht ihnen gehören.

Wer glaubt, dass Ferdinand Dreyssig und Marvin Hey mit ihrer Platte Coeur De La Nuit alleine daher kommen irrt. Ein ganzer Kinderchor ist den beiden gefolgt. Les Choristes umschwirren mit ihren unschuldigen Stimmen die beiden Connaisseure des ehrlich, drückenden Housebeats. Bevor jetzt aber Clubbetreiber und Booker nervös ihre Jugendschutzaushänge überprüfen, um zu schauen, ob das mit den Kids im Club irgendwie funktioniert, denen sei Entwarnung gegeben. Im Stile einer verantwortungsbewussten Chorleitung haben Dreyssig und Hey sich der Gesangsleistung der Knaben aus dem Soundtrack des Films „Die Kinder des Monsieur Matthieu“ bedient. Kindlicher Spaß kommt auf bei diesem, ins Housegewand gepackten Stück Freude. Ekstatisch rollen Beat und Claps daher und sorgen für das Savoir-vivre-Gefühl, für das unsere Nachbarn gern beneidet werden. Die beiden Produzenten – mit allen Wassern der Berliner Kaltschnäuzigkeit gewaschen – packen diese entzückende Leichtigkeit mir nichts dir nichts in das Gerüst eines Peaktime Tracks.

Wem das zu viel Chichi ist, der sei beruhigt. Coeur De La Nuit ist Techhouse par excellence. Dreyssig und Hey verstehen es, der Verspieltheit und Leichtigkeit des Tracks einen satten und ehrlich drückenden Unterbau zu geben. Wabernd mäandernde Bässe die locker eine Woche Abenteuerurlaub in penibel arrangierten Filterlandschaften hinter sich haben, nehmen die punktgenau gestreuten Piano- und Flötensamples gleichmal huckepack und stürmen direkt auf die Tanzfläche. Wer hier ein Abliefern bekannter Nummern erwartet, wird aufs Schönste enttäuscht.



Redakteur:   Steven Trunzler
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