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01.07.14 00:00 Uhr Lifestyle - Food & Drink

Grillen wird immer beliebter.

Die Grillsaison ist eröffnet: Welcher Grill ist am besten geeignet?

Quelle: Fotolia.com
Grillen wird immer beliebter. Kein Wunder, was gibt es schließlich Schöneres, als mit guten Freunden einen entspannten Grillabend zu verleben oder sich mit einem saftigen Steak für die nächtliche Partytour zu stärken? Der Bundesverband der Deutschen Fleischwarenindustrie hat errechnet, dass der Pro-Kopf-Verbrauch der Deutschen im Jahr bei etwa 60 Kilogramm Fleisch liegt.

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Die Grillsaison ist eröffnet: Welcher Grill ist am besten geeignet?

Grillen wird immer beliebter. Kein Wunder, was gibt es schließlich Schöneres, als mit guten Freunden einen entspannten Grillabend zu verleben oder sich mit einem saftigen Steak für die nächtliche Partytour zu stärken? Der Bundesverband der Deutschen Fleischwarenindustrie hat errechnet, dass der Pro-Kopf-Verbrauch der Deutschen im Jahr bei etwa 60 Kilogramm Fleisch liegt. Es überrascht also nicht, dass Grillpartys zu den angesagtesten Aktivitäten gehören. Auf zahlreichen Seiten im Internet werden die goldenen Grillregeln beschrieben und große Onlinekaufhäuser wie Quelle küren sogar den Grillmeister 2014.

Bild: Die Siegerpreise für den Grillmeister 2014. Gartenkamin im Wert von über 200 Euro! Der oder die Zweitplatzierte darf sich über einen Barbeque-Tischgrill von Unold freuen. Und der 3. Preis ist ein Tischgrill. Bildquelle: Quelle-blog.de

Die Grillhersteller tragen dieser Entwicklung Rechnung, indem sie immer wieder neue Modelle auf den Markt werfen. Hier die Übersicht zu behalten, ist nicht ganz leicht. Dieser Ratgeber beschreibt die gängigsten Grillarten und hilft so, dass jeder den passenden Grill für sich finden kann.

Grillarten nach Energiequelle

Die Grillarten lassen sich nach der Energiequelle in drei verschiedene Kategorien unterteilen:

  • Elektrogrill
  • Gasgrill
  • Holzkohlegrill

Bild: Der Gasgrill ist bei den Deutschen nicht sonderlich beliebt. Das liegt an den hohen Anschaffungskosten.

Beim Grillen treffen unterschiedliche Philosophien aufeinander. Die Tatsache, dass fast drei Viertel aller gebräuchlichen Grills Holzkohlegrills ausmachen, zeigt schon, dass echte Grillfans nicht auf das unverwechselbare Grillaroma verzichten wollen. Grillen über dem offenen Feuer ist eben die ursprünglichste Methode des Kochens und hat etwas Archaisches an sich. Trotzdem soll hier auch auf Elektro- und Gasgrills eingegangen werden, da sie in der einen oder anderen Situation durchaus auch Vorteile haben. Nachfolgend wird das Für und Wider der jeweiligen Grillgeräte aufgeführt, um die Entscheidung für den individuell passenden Grilltyp zu erleichtern.

Keine Geruchsbelästigung beim Elektrogrill

Für viele ist der größte Vorteil des Elektrogrills zugleich seine Schwäche: Die Rauchentwicklung ist quasi gleich null und belästigt so keine Nachbarn. Auch die Grillteilnehmer müssen sich keine Sorge machen, nach der Grillfeier selbst wie geräuchertes Fleisch zu riechen. Balkonbesitzer müssen so ebenfalls nicht aufs Grillen verzichten. Mit dem Elektrogrill kann man intoleranten Vermietern und Nachbarn trotzen und seinen Gästen schnell und unkompliziert gegrillte Köstlichkeiten servieren. Ein wesentlicher Vorteil des Elektrogrills ist auch seine Wetterunabhängigkeit. Bei schlechtem Wetter wird der Grillspaß einfach in die Wohnung verlegt. Deshalb gewinnt der Elektrogrill als Zweitgrill immer mehr an Bedeutung. Mit ihm sind auch spontane Entschlüsse zum Grillen schnell umsetzbar und kostentechnisch erfordert er nicht den Kauf von Kohle und Grillanzündern. Ein Elektrogrill ist immer dann geeignet, wenn …

  • Vermieter oder Nachbarn keine Geruchsbelästigung tolerieren
  • schlechtes Wetter ist oder weder Balkon noch Terrasse zur Verfügung stehen
  • spontan gegrillt werden soll

Bild: Der Elektrogrill eignet sich besonders für die Verwendung auf dem Balkon. Bildquelle: © Darius Dzinnik - Fotolia.com

Kurze Anheizzeit beim Gasgrill

Das Grillen mit Gas ist eine saubere Angelegenheit. Es fällt keine Asche an und das Reinigen danach erfolgt schnell und problemlos. Gerade, wenn die Grillparty nur das Warm-up für eine wilde Partynacht werden soll, ist dies sehr praktisch, da das Schrubben eines verkrusteten Grillrostes nicht unbedingt die Stimmung hebt. Ein Gasgrill kommt besonders für ungeduldige Menschen infrage, da er im Handumdrehen einsatzbereit ist und das Grillgut schnell auf den Tisch kommt. Die kurze Anheizzeit ist also der wesentlichste Vorteil gegenüber dem Holzkohlegrill. Allerdings muss auch beim Grillen mit Gas auf das typische Grillaroma verzichtet werden. Hohes Gewicht und Sperrigkeit machen sie zudem nicht sehr flexibel bezüglich des Einsatzortes. Einen Pluspunkt heimst der Gasgrill ein, wenn es darum geht, sehr viel Fleisch zu grillen. Solange der Gasvorrat reicht, ist er auch einsatzbereit. Eine Entscheidung für den Gasgrill sollte also immer dann fallen, wenn ...

  • großen Mengen an Fleisch gegrillt werden müssen
  • schnelle Ergebnisse gefragt sind
  • Ascherückstände vermieden werden müssen

Bild: Die Reinigung eines Gasgrills ist einfacher als bei einem herkömmlichen Grill. Dafür entwickelt sich nicht das typische Holzkohle-Aroma. Bildquelle: © Klaus Eppele - Fotolia.com

Der Holzkohlegrill – Inbegriff für leckeres Grillvergnügen

Echte Fans schwören auf Holzkohle als Brennmittel beim Grillen. Nur sie verleiht dem Fleisch oder der Bratwurst beim Garen das typische Grillaroma und schafft zudem den ursprünglichen Reiz des Kochens über einer offenen Feuerstelle. Die Hersteller warten mittlerweile mit vielen verschiedenen Formen und Designs auf. Aber welcher Holzkohlegrill eignet sich nun für wen am besten? Bevor diese Frage geklärt wird, soll noch einmal auf einige grundsätzliche Dinge beim Grillen mit Holzkohle hingewiesen werden. Während des Grillvorgangs können gesundheitsgefährdende Stoffe entstehen. Damit Leib und Leben nicht gefährdet sind, hier die wichtigsten Punkte, die beachtet werden sollten. Weitere Informationen können auf der Internetseite der Verbraucher Initiative e.V. verbraucher.org eingesehen werden.

  • Die krebserregenden Benzpyrene entstehen immer dann, wenn Fleischsaft oder Fett in die Glut tropfen und verbrennen. Sie können sich mit dem aufsteigenden Rauch am Grillgut ablagern. Eine Fettauffangschale aus Aluminium schafft hier Abhilfe.
  • Benzpyren ist auch in der appetitlich gebräunten Kruste des Grillguts enthalten. Achten Sie deshalb darauf, dass Fleisch nicht zu lange zu grillen und essen Sie keine schwarz verkohlten Stellen.
  • Nitritpökelsalz bildet bei hohen Temperaturen ebenfalls krebserregende Stoffe, die sogenannten Nitrosamine. Deshalb gehören Kassler, Dosenwürstchen oder Räucherspeck nicht auf den Grill.
  • Der Grill sollte immer standfest aufgestellt werden.
  • Gießen Sie keine Brandbeschleuniger wie flüssige Grillanzünder in die offene Glut.
  • Das Grillgut erst auf den Rost legen, wenn die Kohl gut durchgebrannt ist und sich weiße Asche gebildet hat.

Bild: Der Holzkohlegrill bleibt der Liebling der Deutschen. Bildquelle: © FikMik - Fotolia.com

Die verschiedenen Arten des Holzkohlegrills

Bezüglich der Bauweise lassen sich Holzkohlgrills in verschiedenen Arten unterteilen. Den passenden Grill für alle Einsatzmöglichkeiten gibt es dabei nicht. Jeder Grilltyp wurde für bestimmte Gegebenheiten konzipiert. Deshalb sollte sich jeder fragen, wo er seinen Grill einsetzen will.

Der Kompaktgrill

Dieser Grilltyp ist bestens für Personen geeignet, die gern Outdooraktivitäten wie Camping, Wandern oder Trekking betreiben. Auch für einen Party-Abend im unter freiem Himmel  oder einen entspannten Nachmittag am See am See eignet er sich fabelhaft. Er lässt sich gut transportieren und ist mit wenigen Handgriffen aufgebaut. Die benutzerfreundliche Handhabung ist sein größter Vorzug, denn auch nach dem Grillen ist er schnell gereinigt und wieder verstaut. Wer nicht sehr häufig grillt, sollte die Benutzung eines Einweggrills erwägen. Schon ab einem Preis von drei Euro, erhält man alles, was man zum Grillen braucht. Als nachteilig erweist sich der Einweggrill allerdings in puncto Brenndauer und Grillfläche. Große Menschenmassen können damit nicht versorgt werden, er ist also eher für ein romantisches Grill-Picknick zu zweit geeignet. Eine Sonderstellung unter den Kompaktgrills nimmt der Cobb-Grill ein. Dieses kleine Multitalent wurde in Südafrika erfunden und trat von hier seinen Siegeszug um die Welt an. Er beherrscht neben dem Grillen auch das Backen. Eine spezielle Grillkohle macht ihn schnell einsatzbereit. Er eignet sich vor allem in kleinen Räumlichkeiten wie Booten, Balkonen oder Zelten, denn seine Unterseite wird wegen der speziellen Bauform nicht heiß.

Der Kugelgrill

Der Kugelgrill ist prädestiniert für Grillliebhaber, die viele verschiedene Grillarten ausprobieren möchten und auch sonst einen hohen Anspruch an den Grillvorgang haben. Das Grillgut kann auf dem Grillrost mit einer Abdeckhaube verschlossen werden, sodass die Luft bei geschlossenem Deckel ähnlich wie in einem Heißluftbackofen zirkuliert. So ist auch die Zubereitung von Pizza, ganzen Hähnchen oder sogar das Backen von Brot möglich. Allerdings benötigt man für die Zubereitung der Speisen etwas mehr Zeit und Erfahrung. Ein positiver Aspekt für die Gesundheit ist die Tatsache, dass mit dem Kugelgrill auch indirektes Grillen möglich ist. Hierbei liegt die Holzkohle nicht direkt unter dem Grillgut, sondern links und rechts daneben. Das geschlossene System gart das Fleisch zudem schonender und durch eine regelbare Luftzufuhr unter der Kugel lässt sich die Grilltemperatur gut dem Grillgut anpassen. Wer also mehr als nur Fleisch auflegen will, für den ist der Kugelgrill das passende Gerät.

Der Säulengrill

Dieser ist entweder aus rostfreiem Edelstahl oder aus Eisenblech gefertigt, das eine Emailleschicht vor der Korrosion schützt. Der Säulengrill überzeugt vor allem durch seine Unverwüstlichkeit. Er ist auch ungereinigt nach einer Überwinterung im Freien noch fit für die nächste Grillsaison. Für den Grillvorgang selbst ist der Kamineffekt von Bedeutung,

der durch den säulenartigen Fuß hervorgerufen wird. Die Holzkohle kann dadurch schneller zum Glühen gebracht werden und die Luftklappe regelt hervorragend die Grilltemperatur. Wer sich nach der Anschaffung eines Säulengrills weiter verbessern will, erhält eine Reihe von Zubehörteilen zum Nachrüsten. So kann der Säulengrill auch zum indirekten Grill mit Räucherkammer umfunktioniert werden. Auch bezüglich der Standfestigkeit kann der Säulengrill aufgrund des Materialgewichts punkten. Bestens geeignet ist er für Grillfreunde mit Garten oder großem Balkon, also wenn der Grill ausschließlich im Freien stehen kann.

Designer-Grill

Auch beim Grillen isst das Auge mit. Für alle, die den hässlichen Anblick des Säulengrills nicht ertragen, bieten Designer-Grills eine Alternative. Für den großen Geldbeutel haben die Hersteller hochwertige Grills mit extravagantem Äußeren konzipiert. Sie sind auch als Gasgrill erhältlich und auch bei der Bauart sind handgefertigte Rundgrills, Schwenker oder ganze Grillstationen möglich. Ein Life-Style-Grill ist also besonders für Grillfans geeignet, die auf das Äußere mindestens so viel Wert legen wie auf die Funktionalität.

Schwenkgrill

Für lange Grillabende und große Mengen an Grillgut haben die Hersteller den Schwenkgrill konzipiert. Eine Grillfläche mit bis zu einem Meter Durchmesser und eine ebenso große Feuerschale bieten reichlich Platz für Steaks, Würstchen, Fleischspieße und Koteletts auf der einen Seite und Holzkohle auf der anderen Seite. Eine Konstruktion in Form eines Dreibeins lässt den an Ketten hängenden Rost leicht zur Seite schwenken und erleichtert das Nachfüllen von Grillkohle. Der Schwenkgrill eignet sich für Grillfans mit großem Garten, die häufig grillen und zahlreiche Gäste bewirten müssen.

Fazit

Wie so oft kann kein Pauschalurteil über den passenden Grill abgegeben werden. Das ideale Gerät ergibt sich meist von selbst aus Lokalität und Häufigkeit des Grillens und wie viele Personen bewirtet werden sollen.



Redakteur:   Richard Werner
Foto:  Fotolia.com
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